Mittwoch, 24. August 2011

Sonnengruß - meine Yogaseife

Ich wollte schon länger eine Seife für meine Yogagruppe machen, aber mir fiel nichts gescheites ein. Den Duft hatte ich schon, das PÖ Medition Haiku. Es riecht super nach grünem Tee mit Osmanthus und tiefer unten auch nach Myrrhe. Aber wie sollte ich die Seife gestalten? Ich wollte gern etwas eher schlichtes helles ohne viel TamTam, aber eben auch nicht langweilig.
Dann bin ich auf den wirklich schönen Blog von kushmoma gestossen und habe diese klasse Miro Seife gesehen. Und so wollte ich meine Yoga Seife gestalten. Fiona hat dankenswerterweise gleich ein tolles Tutorial auf ihrem Blog neben vielen anderen unglaublichen Seifen. Schaut Euch das unbedingt an.
Also, gedacht - getan. Erst mussten ja die Einleger her, und wenn ich vorher gewusst hätte wieviel Arbeit die machen, hätte ich mir das bestimmt nochmal überlegt. Ich hatte ja nicht die genauen Ausstecher, also habe ich einige Löcher frei mit der Hand ausgeschnitten oder um Münzen rumgeschnitten. Aber das blödeste war, dass ich den orangenen Leim in meinen Dividor gegossen hatte ohne ihn vorher auszulegen und jetzt die fertigen Einleger nicht wirklich toll von der Platte gingen. Ich musste alle ganz vorsichtig zur Seite hin abziehen - hat natürlich nicht immer geklappt.
Nun wurde der Dividor mit einigen Kreisen ausgelegt und dann der zweite Leim vorsichtig darüber gegossen. Das klappte alles super. Dann noch die restlichen Kreise oben drauf und fertig.
Ich finde sie super, genau wie ich mir das vorgestellt habe.

 Drin sind Schmalz, Kokosöl, helles Olivenöl, Traubenkernöl, Sheabutter und Rizi

 Der Name Sonnengruß ist zwar nicht wirklich originell, aber dafür passend




So, nun hoffe ich das meine Damen sich darüber freuen. Ein bisschen müssen sie ja noch warten bis die Seife gereift ist. Ich habe festgestellt das ich wohl eher nicht der Typ für so Fummelarbeit bin und bewundere jetzt umso mehr die Siederinnen, die so tolle und filigrane Sachen herstellen wie Rößchen und Blumen und Einleger aller Art. Dafür habe ich leider weder die Geduld noch das Geschick.
Macht´s gut und genießt die letzten Sonnentage,

Angela

Freitag, 12. August 2011

Ovid - Hommage an die Verführung

Ich bin wohl tatsächlich einer der wenigen Menschen die den Duft Nag Champa nicht kannten. Als dann endlich meine Duftbestellung ankam wurde ich glücklicherweise von diesem Frevel befreit. Ich öffnete das kleine Fläschchen und heraus strömte ein Duft von wahrer Freude: Warm, sinnlich, betörend ... Ich war verführt! Nag Champa das ist blumiger Moschus, Tigerlili, Sandelholz aber mit einem süssen Hintergrund. Ich finde den Duft klasse!

 Es sollte eine klassische Seife in erdigen Tönen werden, gefärbt mit Kakao und Blütenorange

 Drin sind Kokosöl, Palmöl, Olivenöl, Traubenkernöl, Mandelöl und Rizi
Obendrauf noch ein bischen brauner Zucker


 Ich nenne diese Seife Ovid, nach dem römischen Dichter der mit seinen Gedichten über die Liebeskunst und die Kunst der Verführung wohl für einige Aufregung gesorgt hat im guten, alten Rom.

Euch allen ein sonniges Wochenende, und wenn schon nicht draussen dann wenigstens im Herzen.
Bis dann, macht´s gut,
Angela

Sonntag, 7. August 2011

Lila Lili - der Klecks-Swirl

Ein toller Löffel-Swirl in 4 Farben sollte es werden. Das erste Mal mit zwei Farben hatte so viel Spaß gemacht und ich freute mich auch jetzt darauf es mit 4 Farben zu versuchen. Den Seifenleim habe ich aus Kokosöl, Traubenkernöl, Mandelöl, Palmöl, Olivenöl und Rizi gemacht und dann auf 4 Behälter pie mal Auge aufgeteilt.
Alles noch super, aber ab jetzt ging dann alles bergab. Schon bei Hinzufügen der Farben wurde mein Leim schon dicker, obwohl ich nur vorsichtig gerührt habe. Ich habe nur ÄÖ´s genommen, eine schöne Mischung aus Orangenblütenöl, Lavendel, Lisea Cubea, Benzoe, Ho-Öl und Mandarinenöl und sofort hat alles angedickt. Na toll, also musste ich alles abwechselnd mit dem Löffel in die Form klecksen. Und schnell gehen musste es ja auch noch, die Küche sah hinterher aus wie bei Hempels. 
Der weisse Leim mit dem Tio ist auch noch sehr krisselig - ich mag das ja gar nicht - aber alles in allem ist sie besser geworden als ich befürchtet hatte.

 Die Farben sind ganz schön

 Riechen tut sie super, frisch mit einem Hauch Würze

 Kann es sein das die Farben die man mit Öl anmischt schneller andicken als die, welche mit Wasser dispergiert werden? Oder gab es hier ein Ätherisches Öl von dem bekannt ist das es schnell andickt?
Ich muss das natürlich bald nochmal probieren, hoffentlich klappt es dann besser.
Bis dann, macht´s gut,
Angela

Sonntag, 24. Juli 2011

Meeresrauschen - eine Salzseife

In letzter Zeit gibt es im Blogland viel zu lesen über Salzseifen. Ich nenne nur eine Salzseife mein eigen und die habe ich mal von Claudia in einem Tausch bekommen. Ich finde sie toll, ok, der Schaum ist vielleicht nicht überwältigend, aber mein Hautgefühl ist nach dem Duschen besser als mit den meisten anderen Seifen. Irgendwie weicher und frischer. Ich bilde mir auch ein das Salz in der Seife riechen zu können. Vielleicht ist das Quatsch, aber trotzdem eine schöne Einbildung :-)
Also, ran an die Buletten und ran an die Töpfe: Eine Salzseife musste her.
Ich habe Palmöl,Kokosöl, Reiskeimöl, Mandelöl und Rizi verwendet. Und Meersalz natürlich.
Da ich ja wusste das die Seife schnell hart wird und schlecht zu schneiden ist, habe ich sie im Dividor gemacht. Das klappte super und nach 5 Stunden habe ich ausgeformt.

 Beduftet ist sie mit Ocean Breeze und einem Hauch von Rainforest. Das riecht super gut, sehr frisch und passt unglaublich zu dieser Seife.

 Da das PÖ Ocean Breeze total andickt war eine ausgefeilte Marmorierung nicht mehr möglich, also alles in Steifen rein in den Dividor und etwas durcheinander wirbeln...

 Gefärbt ist sie mit Neon Blue und Ultramarin, in Natur sehen die Farben viel besser aus. Ich stehe immer auf Kriegsfuss mit meiner Kamera.

 Oben drauf noch ein wenig blau eingefärbtes Himalaja-Salz für die Optik.

Das Herstellen dieser Seife hat mir super viel Spaß gemacht, das werde ich bestimmt noch mal wiederholen. Aber jetzt möchte ich erst mal abwarten wie sie sich denn beim Anwaschen anfühlen wird.
Als nächstes seht ein Löffel-Swirl mit 4 Farben auf meiner Liste, davon dann später mehr.
Bis dan, macht´s gut,
Angela

Sonntag, 17. Juli 2011

Frau Prinzessin

Diese Seife sollte eigentlich ein Kleiderhakenswirl werden. Ihr wisst schon, wo die verschieden farbigen Leime so schön rauf und runter geswirlt werden. Allerdings ist mir durch das PÖ der Seifenleim in Sekunden zu Blitzbeton geworden, so dass nur noch reinspachteln in die Form möglich war. Ich habe das PÖ Empyreal von SoS benutzt, diese PÖ´s von SoS dicken fast alle super schnell an. Ich finde die Düfte toll, aber wenn alle zu Beton werden bringt das auch nicht so viel....

 Ein weicher, warmer Duft mit Zucker, ganz leichtem Kakao, Amber und blumigen Noten.

 Verseift habe ich Olive, Kokos, Palm, Reiskeim und Rizi.

 Hier sieht man das Tio

Wenn der Swirl schon nicht klappt, dann muss wenigstens noch was oben drauf.
Als nächstes versuche ich meine erste Salzseife, da freu ich mich schon drauf.
Bis dann, macht´s gut,
Angela

Samstag, 9. Juli 2011

Mr. Marshmallow

Ich liebe Vanille, zum Essen, zum Duften, in Kerzen und natürlich auch in Seife. Allerdings nicht unbedingt Vanille pur. Also wollte ich eine Seife machen mit Vanille und... ja und was? Eigentlich geht ja fast alles mit Vanille, aber ich war irgendwie nicht fruchtig drauf, eher süßlich. Ich hatte noch ein PÖ welches nach Marshmallows riecht, Count Chocula, das passte gut.
In den unteren Leim habe ich noch Vanille Samen gemischt und das PÖ Vanilla Royal benutzt.
In den oberen Leim kam noch reine Vanillepaste und gefärbt ist er mit etwas braunem Oxide.

 Verseift habe ich Kokosöl, Palmöl, Olivenöl, Traubenkernöl, Mandelöl und Rizi.

 In den unteren Leim habe ich noch einige Seifenbälle geworfen.

 Das Schneiden funktionierte nicht so gut, bei den Bällen sind mir immer kleine Stücke abgebröckelt.

Ich hatte noch etwas Leim übrig, den habe ich dann in eine Tülle getan und kleine Rosetten oben drauf gespritzt. Das war mein erstes Mal mit einer Spritztülle und es war riesiger Schweinkram. Und der braune Leim hat sich dann auch noch getrennt, sieht jetzt nicht mehr so schön aus.
Aber die Seife riecht gut, nach Vanille mit einem Hauch Schokolade und süssen Marshmallows.
Die Fotos sind nicht so schön, immer als ich draussen war würde es bewölkt, blödes Wetter haben wir grad.

So, morgen fahren wir zur offenen Tür der Sendung mit der Maus ins Lufthansa Werk. Die Kinder freuen sich riesig, Flugzeuge sind immer noch ein spannendes Thema. Mal sehen ob wir auch die Maus dort treffen.
Bis dann, macht´s gut
Angela

Sonntag, 3. Juli 2011

Hey little Pumpkin...

Kürbiskernöl hat viele Wirkstoffe wie Vitamin A und E und es hat gute hautpflegende Eigenschaften. Es soll bei Austrocknung der Haut helfen, sowie bei Faltenbildung, Hautalterung, Schwangerschaftsstreifen und schuppiger und rissiger Haut. Nun, das wollte ich mal ausprobieren. Also musste eine reine Kürbiskernölseife her.
Ich habe 510g Kürbisöl und 40g Rizi verwendet. Kürbisölseife soll auch schäumen, aber ich wollte dem etwas vorbeugen mit dem Rizi. Die Lauge habe ich aus 147g Kokosmilch gemacht, also schon recht reduziert, ähnlich wie bei einer Olivenölseife. Als PÖ habe ich Pumpkin and Fig von SoS genommen.
Das pure Kürbisöl riecht natürlich schon recht eigen, aber der Geruch soll angeblich nach und nach verschwinden. Mal sehen, mit dem PÖ in der fertigen Seife finde ich es gar nicht unangenehm, jetzt nach einer Woche riecht sie lecker nussig, würzig und etwas fruchtig nach Feige.

 Ach ja, eine Handoll Haferflocken sind auch drin, für diesen extra Peeling-Effekt.

 Eine robuste Seife, das gefällt mir hier ganz gut.

Kürbisölseife profitiert von einer längeren Lagerung. Also werde ich sie ca. 4 Monate in Ruhe lassen. Ich weiß, das erfordert etwas Geduld, aber da kann ich mit umgehen. Ich lasse alle meine Seifen mindestens 8 Wochen reifen. Ich berichte Euch dann von dem Schaumverhalten, den Pflegeeigenschaften und dem Geruch. Nur Geduld ...

Bis dahin, ein paar hoffentlich wärmere Sommertage wünscht Euch,
Angela